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#wir we(h)rden digital! – digitales Dorf Wehrden 4.0

Von Peter Vössing
Wehrden – „Gutes entsteht, wenn Menschen freiwillig voran gehen. Ich bin begeistert über das, was ich heute Abend hier gehört und gesehen habe. Dazu gratuliere ich Ihnen recht herzlich“, resümierte Bürgermeister Hubertus Grimm die zweite Dorfkonferenz zum Projekt „Smart Country Side“ in Wehrden.

Präsentation der Ergebnisse des Digital-Projektes: (v.l.) Frank Franke, Ortsheimatpfleger Gerd Rother, Bezirksverwaltungsstellenleiter Günter Weskamp, Heidrun Wuttke, Christian Tamanini, Michael Blay, Bürgermeister Hubertus Grimm, Pascal Vogt und Katharina Winter.

© Foto: Vössing

Das Projektteam unter der Leitung von Ortsheimatpfleger Gerd Rother hatte zu dieser Konferenz in den Turnhallenanbau eingeladen, um die neuesten Errungenschaften aus dem Digital-Projekt vorzustellen. Ca. 60 Bürger des Weserdorfes, unter ihnen Bürgermeister Hubertus Grimm, Kreistagsabgeordneter Stephan Böker und Bezirksverwaltungsstellenleiter Günter Weskamp, waren der Einladung gefolgt und lauschten gespannt den Ausführungen der einzelnen Referenten.
Begrüßt wurden die Zuhörer von Gerd Rother, der für Wehrden maßgeblich an der Umsetzung der von der Europäischen Union und des Landes NRW geförderten Maßnahme die Fäden bei Planung und Ausführung in Zusammenarbeit mit der Projektmanagerin für den Kreis Höxter Heidrun Wuttke (GfW Kreis Höxter) zog.
Er gab einen Rückblick über das, was seit der Qualifizierung zum Dorf für „Smart Country Side“ im Jahr 2017 passiert war. Ziel der Einzelprojekte für Wehrden ist es, die digitalen Kompetenzen im Ort zu stärken, eine Digitalplattform (Digitales Schwarzes Brett) zu schaffen, einen örtlichen digitalen Hilferuf für ältere Dorfbewohner zu installieren und zu erproben, den Veranstaltungsraum Smart auszustatten und digitale Erlebnistouren zu organisieren. Unterstützung erhalten die Wehrdener dabei durch das Fraunhofer Institut-IESE, Kaiserslautern (Christian Taramini ), das eine Website in Verbindung mit einer Kommunikations-App mit dem Namen „Dorffunk“ bereitstellt sowie die Firma „Gut versorgt in…GmbH“ (Michael Bley), von der die App für den digitalen Dorfhilferuf -einer Idee aus der Wehrdener Dorfwerkstatt- nach den Vorgaben aus Wehrden speziell für den Ort entwickelt wurde.
Unter dem Motto „#wir we(h)rden digital! – Digitales Dorf Wehrden 4.0“ hatte sich Wehrden neben 5 anderen Golddörfern (Ovenhausen, Eversen, Merlsheim, Sandebeck und Rösebeck) mit einem stimmigen Konzept zum Aufbruch in die digitale Ära des Dorfes beworben und den Zuschlag zur Förderung seitens der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) erhalten.

Große Zuschauer-Resonanz bei der 2. Dorfkonferenz in Wehrden.

© Foto: Vössing

Es wurde eine digitale Dorfplattform (neue Website und Dorffunk) erstellt. Gerd Rother und Pascal Vogt stellten die neue Website (www.wehrden-weserbergland.de) den Konferenz-Teilnehmern vor und teilten mit, dass diese ab sofort Online sei.
Im Rahmen des Umsetzungsprojektes „digitale Kompetenz“ beteiligten sich 8 Wehrdener Bürger 15 Monate lang an einer VHS-Fortbildung (jeweils 2 Stunden alle 14 Tage) zu Digital-Experten. Sie werden in Zukunft ihr erlerntes IT-Wissen an die Wehrdener Bürger weitergeben. Dies soll im Veranstaltungsraum (Turnhallenanbau) passieren. VHS-Leiter Dr. Andreas Knoblauch-Flach fand es sehr erwähnenswert, mit wie viel Engagement sich die Wehrdener in ihrer Freizeit an der seit über einem Jahr stattfindenden Fortbildungsmaßnahme beteiligen.
Um das Wissen adäquat vermitteln zu können, wurde eine mobile Medienecke mit IT-Equipement bestehend aus Beamer, 4 Laptops, 4 Tablets, 2 Handys und Drucker eingerichtet. Der Beamer mit Leinwand kann durchaus auch für Film- oder Fußballabende eingesetzt werden, machte Heidrun Wuttke deutlich. Die Medienecke wurde von den beiden Digital-Experten Frank Franke und Katharina Winter präsentiert.
Der Veranstaltungsraum selbst wird in der nächsten Zeit in Zusammenarbeit mit einem Elektriker „Smart“ ausgestattet. Digitale Technik von der Schließanlage über IT-gesteuerte Heizung und Licht bis zur Überwachung des Raums mit Kameras kommt dabei zum Einsatz. Der Raum wurde dafür übrigens extra mit einem DSL-Anschluss ausgestattet. Pascal Vogt erläuterte die einzelnen Komponenten und lobte die Zusammenarbeit mit dem digitalen Dorfteam aus Rösebeck.
Michael Bley („Gut versorgt in…GmbH) präsentierte neben dem neuen Dorfhilferuf für interessierte Bürger auch die bereits in Höxter installierte App „Gut versorgt in…Höxter“. Diese App steht vor allem Senioren mit Informationen für alle Lebensbereiche und –lagen kostenfrei zur Verfügung.
Auch der „Dorffunk“ ist bereits an den Start gegangen – wird aber in den nächsten Wochen noch umfassend ergänzt. Christian Tamini vom Fraunhofer Institut erläuterte die Kommunikations-App für das Dorf, mit der sich Privatpersonen, Gruppen, Straßen, Vereine etc. vernetzen können.
Es waren viele Informationen, die an diesem Abend auf die Zuhörer einprasselten. Doch die Verantwortlichen sind frohen Mutes, dass sich die Digitalisierungs-Projekte im Dorf Wehrden für die Zukunftsfähigkeit des Ortes auszahlen werden und im Rahmen des Erfahrungsaustausches auch für andere Dörfer ein Beispiel für die Digitalisierung im ländlichen Raum geben können. Gerd Rother lud dazu ein, die Berührungsängste abzulegen und sich mit den Digitalexperten der Herausforderung zu stellen. Der Veranstaltungsraum mit Medienecke und die Plattformen stehen allen Wehrdener Bürgern (alle Altersklassen) zur Verfügung.

 

Quelle: Beverunger Rundschau

 

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